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Ein kurzer Erfahrungsbericht am Beispiel der 7.1 Megapixelkamera - Canon Powershot G6
Nachdem ich schon die Powershot-Generationen G1 und G2 mein eigen nannte, folgte
das Update zur G6 Anfang September 2004 (585,- EUR). Der Hauptgrund war die deutlich erhöhte
Auflösung, die nun auch gute Prints im Bereich 30 x 45 cm ermöglicht bzw. Reserven für Bildausschnitte
läßt. Weitere Pluspunkte zur G2 sind:
- (+) präzise automatische Scharfstellung mit 9-Punkt AiAF,
- (+) schneller (Bereitschaft, Auslösung, Bildfolge, 1/2000s),
- (+) leichter, handlicher und leicht vergrößertes 2"-Display,
- (+) verbesserte interne Bildverarbeitung bzw. Farbqualität,
- (+) mehr Einstellmöglichkeiten bei einfacher Menüführung,
- (+) 4fach-Zoom: 35-140 mm (Brennweite äquivalent KB),
- (+) kleine Videosequenzen bis 640 x 480 Pixel möglich,
- (+) leistungsstarker Li-Ionen-Akku + Energiemanagement.
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- Kleine Kritikpunkte:
- (–) weiterhin keine BULB-Einstellung bzw. Belichtungen über 15s möglich,
- (–) 32 MByte Standard-CF sind zu wenig,
- ich empfehle 512 MB (Sandisk Ultra II),
- (–) Einschaltknopf etwas zu leichtgängig - beim Verstauen in der Kameratasche
schaltet sich die G6 u.U. ein,
- (–) Gehäuse könnte noch weniger Plastik aufweisen
- und vielleicht auch schwarz
sein (siehe G5),
- (–) 4fach-Zoom könnte etwas "weitwinkliger" sein, d.h. 28 mm äquivalent Kleinbild
wäre eine wünschenswertere und häufig benötigte Anfangsbrennweite.
Fazit: Top Auflösung und Bildqualität, insbesondere das dreh- und schwenkbare
Display muss ich wieder loben (natürlich gibt es noch Probleme bei starker
Sonneneinstrahlung). Es ermöglicht vielfältige Aufnahmemöglichkeiten: Fotos aus der
Froschperspektive, in einer Menschenmenge kann man mit hochgehaltener Kamera "zielen",
Selbstportraits sind gut möglich etc.
Das Objektiv der G6 wirft bei Blitzaufnahmen im Weitwinkelbereich im Gegensatz
zu G3 und G5 keinen ärgerlichen Schatten (unten rechts).
Als (noch) SLR-Fan stört mich, dass digitale SLR-Kameras noch relativ teuer sind und Schwächen
besitzen (herstellerübergreifende Probleme einer scharfen Fokussierung bei unterschiedlichen
Objektiven etc.). Und ich möchte auch nicht unbedingt mit zwei großen Kameras losziehen.
Noch bleibe ich ein "hybrider Fotograf" - digital mit der kompakten Powershot G6 und analog mit
meiner Spiegelreflexkamera.
Ergo: Die G6 ist eine prima Ergänzung für Amateurfotografen (z.B. als Zweitkamera) mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
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